2019 Scherbenmosaik

„Häusliche Gewalt ist ein Thema, über das man nicht gerne spricht, weil man sich dafür schämt, dass gerade diese Person am schwerwiegendsten darunter leidet, die man am meisten liebt.“

Pressetext verfasst von Thierry Frochaux

Die aktuellen Abschlussarbeiten des Studiengangs Film ZHdK haben wieder einsame Überflieger zutage gefördert: «Scherbenmosaik» von Jonathan Hug ist schlicht rundum geglückt und «Fomo» von Noah van Dok ist gleichermassen cinematographisch wie atmosphärisch toll.

Unter den dreizehn vollständig projizierten Filmen an den öffentlichen Screenings im Kino Toni finden sich auch zwei von Masterabsolvierenden, die mit je einer halben Stunde Spieldauer nicht für eine ausserschulische Co-Produktion, also eine kommerzielle Auswertung angelegt sind. Die bereits 2017 als mögliche Tendenz festgestellte Auflösung der klaren Differenzierbarkeit zwischen Master- und Bachelorfilmen lässt sich anhand dieses Jahrgangs bestätigen. Die beiden herausragenden Werke sind Bachelorarbeiten und im Gegensatz zum letzten Jahr wieder von Männern realisiert.

Jonathan Hug glückt mit «Scherbenmosaik» eine richtiggehende Seltenheit. Ein fiktionaler Kurzfilm mit einem dramaturgisch wie inhaltlich pointierten Drehbuch, oder anders: Der Film ist komplett fertiggedacht, das Handeln und die Figuren selber werden für ein Publikum nachvollziehbar, der Rhythmus der Bilder wie vom Erzählfluss stimmt, als auch die Optik (Kamera: Nino Michel, Szenenbild: Susanna Köberl) eine gekonnt vom Resultat her gedachte Wirkung entfaltet. Vor dem symbolischen Schlussbild eines Türspions entfalten sich zwei Seiten einer Paarbeziehung zwischen Fabrice (Lukas Kubik) und Lena (Monika Varga).

Link zum Pressetext

Abschlussfilm ZHdK Regie: Jonathan Hug, Kamera: Nino Michel, mit Julian Anatol Schneider, Lukas Kubik und Monika Varga als Lena

Link Showreel

 
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2019 Being here, doing this!

13. September 2019 in der Kaserne Basel

Ein interdisziplinärer Abend mit Video/ Tanz/ Literatur/ Performance/ Party. Kuratiert von Martin R. Dean, Eva Seck, Sumitra Keshava, Ahmed Jizawi und Legion Seven (Basel) 

Being here, doing this! – ein Spiel mit dem Begriff been there done that! – zeigt Geschichten auf, die wesentlicher Bestandteil des Schweizer Gesellschaftsbildes sind, jedoch innerhalb der populären Erzählung der Schweiz noch weitgehend oder ganz ausgelassen werden. 

Der interdisziplinäre Abend befasst sich mit den Themen (Un-)Sichtbarkeit, Gender, Sexualität, Scham, sowie dem Fremd- bzw. Zugehörig-Sein und feiert Geschichten und Werke, die sich neben der Mehrheitsgesellschaft entwickeln.

„Eine Geschichte an diesem Abend wird das Projekt „Paranoia Switzerland“sein, welche Texte der Ankunft, des strukturellen Rassismus, des Umgangs mit dem Fremden und Eigenen mit einbezieht. Es bildet einen Spaziergang durch die aktuellen diskursiven Felder.“ (Martin R. Dean)

Schauspiel:Monika Varga

Regie:Dirk Schulz

Collage zusammengestellt von Martin R, Dean mit Texten von Reni Eddo-Lodge, Amina Abdelkadir, Khue Pham und Martin R. Dean.

Kooperation: Kaserne Basel, Institut Neue Schweiz, Literaturhaus Basel

 

2019 Glück

März 2019 im sogar theater, Zürich

Premiere ist am 14. März, die genauen Spieldaten & TICKETS FINDEST DU HIER

„Die Lyrikerin Dragica RajCiC ist bekannt für ihre Sprache, die das «Ausländersein» nicht versteckt, sondern zum Thema macht.

„Glück“ ist auch ein Stück über Gewalt, über männliche Gewalt, wie sie Frauen über Jahrhunderte angetan wurde und wird. „Glück“ heisst auch das kroatische Dorf, aus dem die Protagonistin stammt.Doch das Dorf scheint alles andere als glückliche Menschen hervorzubringen. In einer erschreckenden Tradition von Gewalt und Unglücksfällen betrachtet Ana ihr eigenes Leben und versucht es in Worte zu fassen. Sie wird eingeholt von Erinnerungen, Stimmen, Alpträumen und der grossen Frage nach ihrer ersten Liebe.

Presse Link



 
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2019 Zum Meer

Zwei Frauen auf`m Roadtrip zum Meer, im Gepäck ein Geheimnis. Gedreht wird im Herbst.

Kurzfilm, Regie: Jonathan Hug, Drehbuchautorin: Fiona Schreier, mit Lina Hoppe und Monika Varga

 
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2020 MIMOSA

Tickets und Spieldaten findest du HIER

«Mimosa ist Pilotin und immer darauf bedacht, die Kontrolle zu behalten. Als sie jedoch kurz vor ihrem 30. Geburtstag davon träumt, dass ihr die Zähne ausfallen, beginnt einiges in ihrem Leben zu wackeln. Mimosa ist in vielerlei Hinsicht eine typische Vertreterin der Generation 30 plus. Esther Becker zieht ihr in ihrem neuen Stück genüsslich den Boden unter den Füßen weg.

Lebensweisen und Selbstbilder werden mit hintergründigem Witz auf den Prüfstand gestellt, so dass existentielle Fragen auf überraschende Weise beantwortet werden müssen.»

Esther Becker ist Dramatikerin, Erzählerin und Performerin. Ihr Stück Mimosa ist im Rahmen des Dramenprozessors 2016/17 am Theater Winkelwiese in Zürich entstanden.

Spiel: Agnes Lampkin, Monika Varga 
Inszenierung: Jonas Darvas
Musik: Xenia Wiener

Mimosa, gespielt von Monika Varga, wird nächste Spielzeit im neuentheater Dornach und im sogar theater Zürich gezeigt. Genaue Daten folgen.