Treffen

Ein Endzeitszenario nach der großen Katastrophe? TREFFEN erforscht existentielle Fragen in einer sinnlos gewordenen Welt, in der schließlich die Sprache, die Kommunikation den absoluten Stillstand erreicht. Zwei Gruppen von Dahinvegetierenden, Überlebenden vielleicht…

Die Wüstenwelt
In einer Welt, die den aktuellen Zukunftsvisionen von Dürre und Wüste ähnelt, lebt eine kleine Gruppe von Menschen. Sie sind nicht wirklich an ihre Umgebung angepasst, aber Widrigkeiten wie Wassermangel und hohe Temperaturen sind für sie kein Problem, da sie solche nicht wahrnehmen. Das Leben der Wüstenmenschen konzentriert sich auf immer gleiche, stereotype Beschäftigungen, wie Sand sortieren oder Sandkörner zählen. Ihre fehlende Identität zeigt sich im Verlust der Sprache. Sie benutzen begrenzte Textfragmente und recycelte Sprachfetzen, um sich verständlich zu machen.

Die Wasserwelt
Wasser, soweit das Auge reicht. Ein unendliches Meer. Vereinzelte Schollen, auf denen sich Menschen drängen. Haben sie die Katastrophe erlebt, die zu dieser wahrgewordenen Endzeitvision führte? Oder kennen sie nichts anderes als das Leben auf diesen traurigen Inseln? Einige haben eines der kleinen Eilande für sich erobert, andere müssen sich den beengten Raum teilen. Die unwirtliche Umwelt macht alltägliche Dinge zur großen Aufgabe. Auch die Kommunikation der Figuren untereinander ist gestört. Die Menschen haben Rituale entwickelt, mit denen sie sich ‚über Wasser’ halten.

Das Publikum pendelt zwischen diesen beiden Welten und Gruppen und erlebt, wie diese in der Musik eine neue gemeinsame Sprache finden – Geburtsstunde einer neuen Zivilisation?

Produktion: Studiengang Regie Hochschule für Musik und Theater München/Bayerische Theaterakademie August Everding

Regie: Lea-Marie Hauptvogel und Verena Stoiber
Bühnenbild: Andrea Wagner
Kostümbild: Constanze Knapp
Musik: Christoph Zirngibl
Dramaturgie: Sofie Canins, Catharina Hartmann und Laura Schmidt

Mit: Sonja Beck, Elisabeth Berlinghof, Franziska Beyer, Hanna von Gutzeit, Christina Schaller, Julia Sontag, Monika Varga, Isa Weiß; Valer Barna Sabadus, Dejan Bucin, Dolf Muhle-Karbe, Peter Kempkes, Frederik Linkemann, Dimitrij Schaad, Dali Touiti