peng. abends aufm dach

Eine Publicsofa Theaterproduktion.

Zwei Frauen treffen sich auf einem Dach mitten in der grossen Metropole. Die eine alt, die andere jung. Beide sind bewaffnet. Beide sind zum Attentat entschlossen. Eine muss gehen. Ein Polizist wird vom Terror totaler Wunscherfüllung befreit. Ein gut gelaunter Zugvogelchor besingt die Freiheit und erklärt die Bedingungen für krisenfreies ökonomisches Verhalten.

Warum wird jemand zum Attentäter? Was geschieht, wenn plötzlich alle unsere Wünsche wahr werden? Was soll ich: wissen oder glauben? Und was denken eigentlich Zugvögel über den Kapitalismus? Was lässt den Terroristen schiessen, was den Investmentbanker agieren?

Es ist die Suche nach Anerkennung. Grundlage jeder Anerkennung ist eine Begegnung und die grösste Begegnung, die man erleben kann, besteht darin, den anderen als gleich zu erkennen. Auch die Bombe und das Projektil entspringen diesem Wunsch nach Nähe, der so gross ist, das man ihn nicht erträgt.

Der Mensch konstituiert sich erst dann als gelungenes Subjekt, wenn er sich traut, ein wahrhaft geselliges Wesen zu sein. Und auch wenn zum Schluss alles den Bach runter geht, hat es sich gelohnt, dass man sich einmal wirklich getroffen hat. Das tragische Ende ist unter den Bedingungen der Liebe ein angemessenes.

Text: Thomas Lilge
Regie: Annett Lang

Eine Koproduktion von Publicsofa Theaterproduktionen und Gaswerk Winterthur